
Es schüttet, stürmt und gewittert. Die Strassen verwandeln sich in Bäche und sämtliche Regenrinnen entwässern in kräftigen Schwällen aufs Trottoir. So wird noch deutlicher, was mir eh schon durch den Kopf gegangen ist: der öffentliche Aussenraum ist hier nicht für Menschen gedacht, sondern nur für Autos. Ich frage mich, was das fürs öffentliche Leben oder auch fürs Wohlbefinden der Leute bedeutet, wenn es keinen Aussenraum mehr gibt, in dem man von hier nach dort läuft, spaziert, sitzt, sich trifft und einen Schwatz hält.
Liebe Claudia
Hätte eher erwartet, dass sich viel Leben in Beirut zu Fuß auf den Straßen abspielt.
Herzlich Ursula
liebe Ursula, ja ich hätte das auch eher so erwartet. Ich weiss nicht, ob der Rückzug in die eigenen 4 Wände und Autos etwas mit dem Krieg und den sonstigen Katastrophen zu tun hat. Es gibt auch nur vorne am Meer Bänkli, ansonsten ist es in dieser riesigen Stadt nirgends so gedacht, dass man im Aussenraum mal innehält.
herzlich, Claudia