Der Titel steht in der Vergangenheit: “Was ich im Reservat gemacht habe” – ich bin inzwischen auf einem kleinen Bio-Hof, aber es tut gerade gut, meine zwei Wochen im Zedernreservat noch einmal Revue passieren zu lassen. Und für die, die es interessiert: die 7 in ma7miye steht für ein “h”, das im Hals gesprochen wird, aber nicht so sehr kratzt wie das schweizerische “ch”.
Die Aufgaben und Arbeiten eines Schutzgebietes sind im Libanon nicht viel anders als in der Schweiz oder anderswo und das kleine Holz-Blockhaus am Eingang könnte auch in den Alpen stehen. Allerdings sind es andere Tiere, deren Spuren man sieht, oder die auf Aufnahmen der Fotofallen auftauchen. Meine Aufgabe war es unter anderem, die Aufnahmen zu sichten. Ich habe Tausende von Fotos durchgeklickt und war richtig aufgeregt, als ich nach vielen Mäusen, Mardern und Wildschweinen doch einige Aufnahmen von Streifenhyänen und Wölfen gefunden habe.

Im Schutzgebiet habe ich die Frühlings-Blumenen fotografiert und mit meinem Kollegen Challita zusammen entlang der Zufahrtsstrasse Abfall gesammelt und sortiert. Ich habe ausserdem Rundgänge skizziert, auf denen Schülerinnen und Schüler oder auch Studierende lernen, Karten zu lesen und sich mit Kompass und Karte in der Landschaft zu orientieren. Zum Reservat gehört eine kleine Baumschule, dort haben wir die Erde für Zedernsamen vorbereitet und Wachholdersamen von ihren Hüllen befreit, um sie ebenfalls pflanzen zu können.









Das schöne Haus mit der fetten Auto-Zufahrt ist das Reservatshaus, in dem die Helferinnen und Helfer im Sommer wohnen. Im Moment haben wir noch unten im Tal gewohnt und das fand’ ich nicht ideal. Vielleicht komme ich im Sommer noch einmal für zwei Wochen, wenn das Leben wirklich oben in Arz Tannourine stattfindet.
Liebe Claudia,
ja du erlebst spannendes. Schön das es immer wieder mit uns teilst. Ja das Blockhaus könnte auch bei uns stehen.
Liebe Grüsse
Hanneloni