Aussichten / útsýni

Es ist mal wieder Zeit für Aussichten und Landschaften. Es ist ja effektiv so, dass dieses grosse und dünn besiedelte Land aus wunderbaren Landschaften und oft sagenhaftem Licht besteht. Aber wenn man sich in einem isländischen Alltag einfindet, sind die Landschaften eben nicht alles – das ist ja genau der Punkt des langsamen Reisens, bei dem man auch unter die Oberfläche der Orte schaut. Und trotzdem sind sie natürlich das, was mich ursprünglich hier her gebracht hat.

Ich habe das Glück, im “Arthouse Borgarnes”, das ich im Moment für Michelle bewohne, während sie reist, auf zwei Seiten direkt auf den Borgarfjördur zu schauen. Manchmal habe ich den Eindruck, das Wasser mit seiner ewigen Bewegung und seinen Launen und Stimmungen sei ein Teil von mir geworden. Es ist so nah und allgegenwärtig.

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Stürme kann ich von der warmen Stube aus beobachten.

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Und trotzdem bewege ich mich ab und zu aus der warmen Stube hinaus und steige auf einen Berg, wie hier auf den Baula. Solange ich nicht bei einer mit dem Auto zu erreichenden Sehenswürdigkeit bin, ist es sogar für meinen Geschmack einsam genug.

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Auch das ist eine isländische Landschaft: die Gurkengewächshäuser des Laugaland in Varmaland. Sie werden mit dem lokalen heissen Wasser geheizt und schon seit 80 Jahren produziert die selbe Besitzerfamilie hier Gurken, 250 Tonnen pro Jahr.

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Und zur nächtlichen Landschaft gehören natürlich die Polarlichter! Sie sind seltener zu sehen, als ich dachte, aber extrem beeindruckend, wie sie so über den Himmel tanzen. In fast 3 Monaten hatte ich 7 Nächte, in denen es nicht bewölkt war und die Sonnenstürme, die die Polarlichter hervorbringen, aktiv waren.

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