Norðurljós / Nordlicht

Nordlicht ist für mich nicht nur das Polarlicht, sondern überhaupt das Licht im Winter auf fast 66 Grad nördlicher Breite. Unglaublich dunkel muss es früher in den langen isländischen Winternächten gewesen sein, und jedes Licht so wertvoll.

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Der Museums-Torfhof Glaumbær war letzten Sonntag belebt von einer Theatergruppe, die das frühere Leben in den aus Torf gebauten Häusern nachspielte. Es gab keine Beleuchtung, die Besucherinnen und Besuchern leuchteten sich selber den Weg durch die Häuser, bis sie im einen oder anderen Raum auf Leute stiessen, die dort sangen, Geschichten erzählten oder Wolle spannen. Sehr, sehr beeindruckend.

Heute erhellen unendlich viele Lichter die Dunkelheit. Vier Monate lang, von November bis Februar, leuchtet alles im nächtlichen Island. Häuser, Tankstellen, Schwimmbäder, Bäume, Friedhöfe.

Der Friedhof von Borgarnes am letzten Donnerstag um 16:55.
Das Haus von Hafdis und Ole in Borgarnes

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Die Nächte kommen mir bis jetzt noch gar nicht so lang vor, vielleicht weil sie eben so leuchten. Im Moment kommen hier in Nordisland (ich bin in Minni Akra, in der Nähe von Sauðárkrókur) der Schnee und die Nordlichter hinzu, so dass Nacht auch ganz natürlich leuchtet. Tagsüber herrscht ewiges wunderschönes Zwielicht, das sich langsam von einer Sonnenaufgangs- in eine Sonnenuntergangsstimmung verwandelt.

One thought on “Norðurljós / Nordlicht”

  1. Unglaublich faszinierend deine Bilder. Vielen Dank. Ja das muss ja früher wirklich sehr dunkel gewesen sein.

    Hg Hanneloni

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