Mit der Norröna durch die Nacht, Kunst und Weite in Island

“It’s a bit arty” so beschrieb die die Einheimische, mit der ich im Hotpot des kommunalen Schwimmbades sass, ihren Ort Seydisfjördur im Osten Islands. Und wirklich: Meine erste bleibende Begegnung in Island war die mit einem Kunstwerk. Die Tonskulptur “Tvisöngur” besteht aus 5 Kuppeln, deren Resonanz je einem Ton der isländischen 5-Ton Harmonie entspricht, und die je diesen Ton verstärken. Die Skulptur ist begeh- und besingbar. Ich stand also kurz nachdem mich die Fähre in Seydisfjördur ausgeladen hatte, in dieser Skulptur, habe sie besungen und wollte gar nicht mehr aufhören. Je nachdem, wo ich stand, klang meine Stimme auf eine andere Art verstärkt, die einen Kuppeln reagierten auf die höheren Töne, die anderen auf die tieferen. Ein schönes Ankommen in Island.

Ich bin noch überhaupt nicht so weit, irgendetwas Fundiertes über dieses Land zu schreiben, zumal ich erst morgen auf den Hof in Greinivik reise. Aber ich möchte doch meine Begeisterung über diese unglaubliche Weite, Leere und Schönheit der Landschaft teilen. Ich bin gerade mal von Seydisfjördur nach Reykjahlid gekommen und bin schon ganz überwältigt von den Landschaftsbildern, die ich in diesen ersten Tagen gesehen habe.

Fortsetzung folgt 🙂