“Es gibt im Libanon keinen öffentlichen Verkehr”…

… las ich überall, als ich mich auf meine Reise vorbereitet habe. Und ja, es stimmt, es gibt keinen “öffentlichen”, also national oder regional geplanten und subventionierten Verkehr, so wie es in diesem Land überhaupt wenig national oder regional Geplantes und Finanziertes gibt.

Es gibt aber überall kleinere und mittelgrosse Busse, die privat betrieben werden. Für die Betreiber und Fahrer sicher ein hartes Brot, aber für die Reisenden sehr gäbig: Indem jeder Fahrer ein Interesse daran hat, möglichst viele Leute mitzunehmen, hupt er bei jeder potentiellen Kundin zweimal kurz freundlich und fragt hoffnungsvoll, ob sie vielleicht mitfahren möchte. Wenn der Bus nicht direkt dorthin fährt, wo ich hin möchte, nimmt mich der Fahrer ein Stück mit und setzt mich dann zu seinem Kollegen in den nächsten Bus.

In der Beqaa sind ausserdem Tuk Tuks unterwegs, die oft auch mehrere Personen mitnehmen, so dass man sich die Kosten teilen kann. So funktioniert das Herumreisen tip top.

4 thoughts on ““Es gibt im Libanon keinen öffentlichen Verkehr”…”

  1. Liebe Claudia, es ist schon etwas später Sonntag Abend und ich hoffe, Du hattest ein schönes WE. Ich war heute mit Tinners und Thöme bei einer Aufführung in der Heitere Fahne in Wabern. Ein eindrückliches Spiel über Ovids Metamorphosen. Gespielt mit Schauspielern und Behinderten. Anschliessend waren wir bei Tinners zum Znacht eingeladen. Es war sehr gemütlich. Thöme hat in meinem Autrag 100 Pfund an die angegebene Organisation gespendet. Ich komme mir dabei zwar etwas komisch vor, Du leistest so viel Sinnvolleres mit Deinem Einsatz. Ich wünsche Dir eine gute neue Woche. Mit lieben Grüssen Vreni

    Von meinem iPhone gesendet

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  2. Liebe Claudia

    Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen.
    Dieser Wortlaut hat seine Wahrheit nicht verloren und wird es auch nie tun.
    Wer ist schon so mutig und arbeitswillig und voller Tatendrang, wie du es bist.
    Hut ab, Claudia! Ich bedanke mich ganz herzlich für die schönen Bilder und die
    Interessanten Texte.
    Zu meiner Zeit galt der Libanon als das fortschrittlichste Land im arabischen Raum.
    Wie dem auch sei, siehst du, wenn du zum Fenster hinaus schaust.

    Mit freundlichen Grüssen
    Erwin Munter

    Freundliche Grüsse

    Erwin Munter
    Hauptstrasse 7
    3127 Lohnstorf
    031 809 38 83

    1. Lieber Erwin
      Ich freue mich, dass du ein regelmässiger Blog-Leser bist!
      Ja, ich schaue hier oft aus den verschiedensten Fenstern und versuche, dieses Land zu verstehen. Und vor allem versuche ich auch zu verstehen, wie es sein kann, dass viele Leute trotz Tiefstlöhnen und Höchstpreisen immer noch da sind und auch nicht missmutiger aussehen als die Leute bei uns…
      Mir kommt dieses Land vor wie ein Mosaik aus unterschiedlichsten Steinchen. Je nachdem aus welchem Fenster ich schaue, sehe ich Kinder, die betteln und Kinder, die arbeiten – oder wie jetzt gerade schöne alte Trockensteinmauern und gepflegte Olivenbäume, dahinter einen Berghang, an dem die Bäume im Abendlicht leuchten.
      liebe Grüsse,
      Claudia

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